Südtirol im Schneeberg – Family Resort und Spa Hotel – auch mit dem Rollstuhl möglich

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Das ich die Berge liebe, ist kein Geheimnis. Neben dem Allgäu und Tirol wollte ich aber auch endlich einmal wieder nach Südtirol. Und so freute ich mich unheimlich auf einen Besuch im Hotel Schneeberg in Südtirol. Es liegt im Ridnauntal, ganz in der Nähe von Sterzing und Brixen.

Das es ein großes Hotel sein wird, war mir bewusst, dass es so groß sein wird, allerdings nicht. Das Schneeberg war noch vor einigen Jahrzehnten ein kleines Familienhotel. Mittlerweile ist es das größte Hotel im ganzen Tal. Mit endlos langen Gängen und unheimlich vielen Zimmern und insgesamt fast 500 Betten. Man kann sich hier wirklich verlaufen. Neben dem riesigen Gebäudekomplex, bei dem es sich wirklich lohnt an der Hotelführung teilzunehmen, gibt es den größten Wellnessbereich im Umkreis und ein Außengelände mit Naturteich, Tretboot, Minigolfanlage, 2 Ponys und einem Spielplatz.

 

Um die Dimension hier etwas zu erfassen, half es mir zu sehen, dass sie sogar ihr eigenes Energiekraftwerk haben.

Der Ausblick ist bei schönem Wetter bestimmt ein Traum, leider hatten wir bei der Ankunft bereits Wolken und die kommenden Tage schüttete es aus Eimern. Doch auch das war ganz spannend zu sehen, denn die Wolken hingen so tief, dass man hier bereits zuschauen konnte, wie der Regen aus ihnen fällt. Es gab bis zu 150 l pro Quadratmeter Regen und zum Ende noch ein Gewitter. Die Autos sollte man nach Möglichkeit stehen lassen, die die Gefahr von Erdrutschen bestünde, so sagte es das Radio. Also selbstredend, dass wir, bis auf einen kurzen Ausflugsversuch, die restliche Zeit im Hotel verbracht haben. Dies war aber gar nicht schwer, denn von kleiner Deko mit viel Liebe bis zum Unterhaltungsprogramm war hier so viel zu entdecken, dass es uns nicht langweilig wurde.

Ich nehme euch einfach einmal ein wenig mit durch unseren Tagesablauf:

Im großen Zimmer mit ausreichend Platz für den Rollstuhl, Einbauschränken und einer Schiebetür, wo hinter sich ein Wohnzimmer mit Ausziehtisch und Balkon befindet, wachen wir nach einer erholsamen Nacht auf. Im Badezimmer kann man das Waschbecken unterfahren, die Toilette ist allerdings schlecht zu erreichen für mich. Wir machen uns fertig und fahren mit dem Fahrstuhl zum Speisesaal.

„Bongiorno Seniorina, und ein herzliches Hallo an die Kinder, belissima.“

Es gibt ein Buffet und alles was das Herz begehrt. Auch eine extra glutenfreie Station ist aufgebaut. Neben dem eingedeckten Tisch findet sich eine Morgenpost, mit dem Tagesprogramm, Wetterbericht aber auch Ausflugstipps wie z.B. dem Bergbaumuseum oder einem Klettergarten. Zusätzlich gibt es kleine Rezepte um ein Essen zu Hause nach zu kochen oder einen Cocktail Drink. Ein Zitat und ein persönlicher Gruß der Familie Kruselberger sind auch mit dabei.

Nach dem Frühstück hängen die Wolken zwar tief, aber wir möchten dennoch eine kleine Wanderung zur Martalm machen. Der etwas weitere Weg geht mit dem Kinderwagen und Rollstuhl ganz gut, doch die Steigungen dazwischen sind heftig. Es gibt einen kürzen Weg am Wasserfall entlang, doch dieser ist mir zu holprig. Nach ca. 40 Min zieht das Wetter aber so zu, dass wir doch umkehren. Viele verschiedene Wanderungen findet ihr hier. Es gibt auch immer wieder vom Hotel aus kostenlos geführte Wanderungen zu den unterschiedlichsten Orten.

Der Ausblick vom kleinen Balkon, direkt am Zimmer

 

Gerade noch vor dem Regenschauer kommen wir im Hotel an. Die Kinder spielen in der Indoor go Cart Bahn mit Bobby Cars und Laufrädern. Der Magen knurrt etwas und es ist auch bereits Zeit für eine kleine Jause. Ab 12.30 Uhr gibt es 2 Sorten Pasta zum Mittagessen, ein Salatbuffet und eine kleine Süßspeise. Die alkoholfreien Getränke beim Essen sind im Preis mit inbegriffen. Überall hört man Kinder, Familien, Lachen, auch ein wenig weinen oder Gemotze aber die Stimmung ist unheimlich lebhaft ausgelassen. Alle lächeln sich an oder grüßen sich. Sehr herzlich.

Eine glutenfreie Alternative war nie ein Problem und wurde immer frisch zubereitet

Nach dem Mittagessen ist Pool und Saunazeit. Aktuell ist es so, dass immer nur eine Person oder ein Hotelzimmer gemeinsam in die Sauna darf . Mit Ausnahme der großen Panoramasauna. Die Saunen im Saunabereich und auch die Ruhebereiche sind mit dem Rollstuhl gut zu erreichen. Das alleine sein in der Sauna hat auch seinen Charme und ist nicht zu unterschätzen. Man kann sich eine Zeit reservieren in dem man seine Zimmernummer in eine Liste vor der Sauna einträgt oder man schaut einfach, welche gerade frei ist und trägt sich dann spontan ein. Dieser Bereich ist für Kinder unter 14 Jahren gesperrt. Ebenso das Outdoor Solebecken und der Ruheraum. Es gibt noch viele weitere Wellnessangebote – dieses findet ihr hier. 

 

Für die ganze Familie gibt es ein Schwimmbad mit kleinem Außenbecken und ein seperates auf 32 Grad beheiztes Außenbecken. Hier kann man als Rollstuhlfahrer mit dem Fahrstuhl oder über den Außenbereich hin kommen. Es gibt viele sanfte Übergange, ebenso einen flachen Teil zum sitzen, entspannen oder für die Kinder. Für die Kleinen gibt es ein wunderschönes Wasserparadies – Das Bergiland – mit Rutschen, Spielplatz, Whirlpool, Familiensauna und ganz viel Liebe. Hier spürt man die Liebe zum Detail in jedem Blickwinkel. Dort haben wir uns dann auch den Nachmittag über aufgehalten. Hier konnte ich problemlos mit dem Rollstuhl hinkommen. Es gibt ein Strömungsbecken und ein Becken mit Wasserspielen für die ganz Kleinen.

 

Für mich ein ganz großes Plus: Für die Zeit des Aufenthaltes bekommt jedes Familienmitglied einen Bademantel. Ab 4 Nächten wird dieser auch einmal kostenlos gewechselt, wenn das gewünscht ist. Vor dem Sauna und Schwimmbereich gibt es Saunatücher für die ganze Familie. Hier kann man sich so viele nehmen, wie man braucht und nach dem Badebesuch einfach in den großen Wäschecontainer werfen. So hat man auch auf dem Zimmer keine nassen Handtücher. Badeschuhe und Badetaschen kann man gegen ein Entgelt dazu kaufen.

Nach einem wilden Poolmittag, sind wir ins Badezimmer und haben uns für das Abendessen gerichtet. Im Bad gibt es eine Dusche und eine Badewanne. Die Dusche hatte eine kleine Stufe. Mit dem Fahrstuhl, bei dem nun leider etwas tau ist, da viele Familien noch aus der Sauna oder dem Schwimmbereich zurück kommen, geht es in den Speisesaal.

Dort werden wir mit einem Lächeln begrüßt und gefragt wie unser Tag so war. Beim Abendmenü gibt es 4 Gänge: zuerst Suppe und Salat vom Buffet, danach kann man zwischen 2 Pastagerichten wählen. Als Hauptgang kann man erneut zwischen 2 unterschiedlichen Gerichten auswählen und dann gibt es noch eine Nachspeise. Für die Kinder gibt es ein extra Kinderessen, oder sie essen mit der Kinderbetreuung gemeinsam. Das Abendessen kann man auch tauschen, gegen ein Essen in der Pizzeria – für uns mit Junior Zöliakie war das leider nicht möglich. Ich habe aber gehört, dass es sehr, sehr lecker sein soll. Die Pizzeria gehört zu dem Bistro und der Bar, hier kann man sich den ganzen Tag über kleine Speise, Kaffee, Kuchen, Pizza, oder Eis bestellen. (Das kostet extra) Oder einen Apertif, oder Aperol zu sich nehmen und das Leben genießen.

Für unser Januarwunder war das Abendessen mit Start um 18.30Uhr etwas zu spät, aber ja, wir sind in Italien, ich weiß…. Dadurch war er schlecht gelaunt und machte auch viel Blödsinn. Der Kellner, bemühte sich aber unheimlich und lächelte uns auch immer wieder aufmunternd zu. Das war wirklich schön. Ich dachte auch, dass das Essen auf Grund der Grüße des Hotels lauter und unruhiger wird, doch das war gar nicht der Fall. Man hat seinen festen Platz und in es gibt auf 2 Ebenen Speisesäle. Die Buffets sind identisch und darum gibt es dann einzelne Speiseräume oder den Wintergarten. So sitzen immer nur ein paar Familien im gleichen Raum. Das empfand ich als sehr angenehm. Nach dem Essen ging er immer ziemlich schnell schlafen. Ich bin mit Junior dann nochmal in den Kinderbereich, hier gibt es ein Bällebad, Kletterwand und ganz besondere Rutschen.

Dazu kann man sich noch Billard oder Bowling hinzu buchen. Dies kostet extra, ebenso wenn man dazwischen etwas Essen oder trinken möchte. Die Pizzeria gehört zu dem Bistro und der Bar, hier kann man sich den ganzen Tag über kleine Speise, Kaffee, Kuchen, Pizza, oder Eis bestellen. Oder einen Apertif, oder Aperol zu sich nehmen und das Leben genießen. Die Mitarbeiter im Café und an der Bar sind super nett und immer hilfsbereit. Auf dem Weg zur Bar sind wir an der Hall of fame vorbeigekommen und von Biathlonvorbereitungen, über Fussballmanschaften oder einzelne Spieler wie z.B. vom FC Bayern, zu Schauspielern wie Mutter Baymer aus der Lindenstraße oder Musikern, sind hier auch immer wieder bekannte Menschen zu Gast, die dem Charme des Schneebergs verfallen.

Wir hätten gerne noch mehr getestet und entdeckt. Es gibt geführte Wanderungen, Kinderanmiation, Disco, Saunaaufgüsse, betreutes Trainieren im Cardiocenter und ein wechselndes Tagesprogramm. Minigolfspielen und die Trampolinanlagen, kosten ebenfalls einen kleinen Beitrag, es sei denn die Kinder nutzen dies gemeinsam mit der Kinderbetreuung. Unsere Kinder wollten nicht in die Kinderbetreuung, so dass ich darüber gar nichts sagen oder schreiben kann. Aber auch so hatten wir, auch als Eltern, eine wunderschöne Zeit.

Bei so einem großen Haus ist es wahrscheinlich selbstverständlich, dass immer irgendwo gebaut und renoviert wird. Das ist aber auch nötig, denn manche Ecken erinnern immer noch an die 80 er Jahre. Hier und da müsste auch etwas ausgetauscht werden, doch andere Bereiche sind ganz neu uns wirklich auf dem aller neusten Stand und man kommt aus dem Staunen gar nicht heraus. Hier trifft Tradition auf Moderne. Bei den öffentlichen Toiletten gibt es nicht immer, aber immer wieder eine Rollstuhltoilette dabei.

Vom grandiosen Bergpanorama sahen wir leider kaum etwas. Eigentlich wäre ich auch so gerne einmal nach Sterzing, doch es schüttete ohne Pause und so haben wir tatsächlich das Hotel gar nicht mehr verlassen. Aber auch hier die gute Nachricht: Es wurde niemandem langweilig. Und so haben wir uns am Abend in unsere Betten gekuschelt und einfach davon geträumt. Von Sonne und Bergen oder vom Schnee im Winter, das muss hier auch ein ganz besonderes Gefühl sein.

 

Wir schließen die Augen und wünschen

 

Buona Notte

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